Die Idee

Wir sind stolze Eltern von vier großartigen Kindern.

Unsere jüngste Tochter hat Zöliakie.

Obwohl wir mittlerweile ganz gut mit der Krankheit zurecht kommen und wir Wissen auf was wir beim Einkaufen für Liah achten müssen, stellt es sich immer wieder zeitaufwendig  dar, ein ordentliches Brot, eine fluffige Pizza, leckere Kekse oder Suppenwürze zu finden.

Inspiriert von unserer Tochter - genervt davon, wie zeitaufwendig es ist all die gut schmeckenden und besonderen Zutaten zusammen zu finden, hatte mein Mann Abdi DIE Idee.

Ein Laden muss her!



Es wurde ernst

Ein kleines Geschäftslokal war schnell gefunden. Wir spachtelten und strichen die Wände, lackierten jede noch so kleine Holzfläche, schliffen, schnitten, bastelten, bauten, putzten, richteten ein.  Amtswege wurden erledigt, das Internet wurde durchforstet und die besten Produkte zusammen gesucht. Wir führten unzählige telefonate, organisierten, schrieben Hersteller und Großhändler an, arbeiteten bis spät in die Nacht!

Vor Ort fanden Backstunden und Verköstigungen statt, welche nicht ehrlicher und chaotischer sein konnten -  mit Kindern, unseren Kindern! ;-)

Unsere frischen Backwaren wurden von ihnen mit SEHR GUT ausgezeichnet und sind auch bei uns zuhause am Esstisch zu finden!




Unsere Geschichte


Irgendwie hatte Liah seit Geburt an, neben ihren schmalen Armen und Beinen einen relativ großen Ballonartigen Bauch, welcher aber mit Babyspeck der nächsten Monate nicht mehr aufviel.

Unsere Liah war ein total süßes rundes Baby, eigentlich immer gut drauf, ein Tragekind und immer gerne mitten im Geschehen. Sie liebte die Action um sich, war ihren Brüdern eifrig hinterher und konnte mit unglaublichen zehn Monaten gangsicher durch die Gegend laufen.


Mit Beginn der Beikost und dem aktiven herumgekrabble, klettern und laufen, wurde Liah zierlicher. Sie hatte guten Appetit, liebte selbstgemachte Quetchies und auch sonst war sie sehr Neugierig auf unterschiedliches Essen.

Ihr Stuhl war immer sehr weich bis flüssig, was mich anfangs nicht beunruhigte nachdem der Arzt immer wieder meinte es sei alles ok - immerhin trank sie sehr viel und hatte überwiegend Gemüse und Obst zu Essen bekommen.

Als Liah an Gewicht verlor, erschien ihr großer Bauch wieder richtig groß. Seit Geburt an fand ich diesen ja schon ungewöhnlich groß, der Kinderarzt tastete den Bauch zwar immer ab, belächelte allerdings immer wieder meine Sorge um den großen Bläh Bauch.


Irgendwie war Liah wie ausgewechselt.

Immer wieder hatte Liah plötzlich Angst vor Nachbars Hunden, tobte in der Gegenwart ihrer Geschwister, war weinerlich, grantig, und wollte oft getragen werden. Sie verschlief den halben Tag in der Babytrage auf meinem Rücken. Sie hatte viele Blähungen und einfach durchgehend Durchfälle.

Der Kinderarzt meinte es sei wohl eine Magendarmgrippe.

Wenn mir der Bauch keine Ruhe lässt, könnte der Orthopäde ein Ultraschall vom Bauch machen.

Na klar, der Orthopäde..



Eines Tages stülpte sich der Bauchnabel nach außen.

Was bitte hat mein Kind? Ich suchte im Internet nach möglichen Antworten - den Symptomen nach tendierte meine Vermutung auf eine Laktoseintoleranz oder Glutenintoleranz, ersteres sagte mir etwas.

Ich ging mit Liah direkt ins AKH auf die Kinder Gastrologie.

Meine Vermutung, es könnte eine Intoleranz sein wurde dort natürlich belächelt - Jaja, Dr. Google.. das Kind ist doch ganz gut drauf! 

Liah wurde gensauestens Untersucht - sie wog bei bei einer größe von 111cm neun Kilo, konnte zwar gut laufen aber nur wenig sprechen und hatte erst 2 Zähne.

Nach setzten eines unnötigen Darmröhrchens, folgten Blutabnahmen. Bis zum nächsten Spitalsbesuch und der nächsten Blutabnahme sollte Liah aufjedenfall glutenhaltig essen.

Sollte sich der Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit bestätigen, müsse man eine Gastroskopie machen.



Die nächsten 2 Wochen stellten uns vor eine Herausforderung! Liah verweigerte ihr Essen! Ich stand nur mehr in der Küche, und kochte alles mögliche rauf und runter. Sie brach in tränen aus, sobald sie ihr Essen sah, sie schoss ihren Teller tobend über den Tisch und blieb stur.

Ich war am Rande der Verzweiflung! Nicht nur dass ich ausserdem noch zwei kleine Jungs daheim hatte, welche ebenso meine Aufmerksamkeit brauchten - verhungert meine einjährige Tochter vor vollem Teller! Liah war nur mehr Haut und Knochen und allein die Tatsache dass so ein kleines Kind bei knurrenden Magen sein Essen verweigert, ist schon ziehmlich heftig. Die Schmerzen müssen emens gewesen sein!

Wie lange hätten wir das noch durchgehalten?

Damit sollte Schluss sein! Nur um etwas schwarz auf weiß auf Papier stehen zu haben - das war all diese Schmerzen und Hungerstreiks nicht Wert!

Wir stellten auf glutenfrei um, mit viel zusprechen aß Liah wieder vorsichtig.


Paar Tage später waren wir wieder zur Blutabnahme Im Spital. 

Ein Gentest sollte mehr Aufschluss bereiten. Obwohl Liah die letzten 2 Wochen glutenrei aß, hatte sie so erhöhte Werte, dass der Arzt meinte dass eine Darmspiegelung Liah ersparrt bliebe.

Selbstverständlich GLUTENFREI

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